„Nimm´slight... Ich weiß was Du letzten Sommer gegessen hast!“
Jürgen Bangert wusste bis vor einem Jahr nicht mal was er so alles über den Tag gegessen hat. O.K., vielleicht wusste er es noch, aber es hätte viel zu lange gedauert das alles aufzuzählen. Wenn er davon sprach „dick im Geschäft zu sein“ war damit eher gemeint, er war der Dicke im Geschäft. Doch das ist jetzt vorbei. Jürgen Bangert, der mittlerweile von sich selber sagt: „Ich bin doch drahtig wie ein Telefonkabeln, sehnig wie ein Geparden-Schenkel. Gegen mich sieht doch Christiano Ronaldo aus wie ein schlecht gefetteter Rollbraten!“… ja er hat ein paar Kilo abgenommen, und natürlich macht er jetzt ein riesigen Zirkus drum. Immerhin, seit er im örtlichen Fitnessclub zu den Leistungsträgern zählt werfen sich ihm die Frauen derart an den Hals, das er sich ohne Pfefferspray gar nicht mehr aus dem Haus traut. Low-Carb, Fat-free, FDH, F-0, Baumrinde lutschen,…er hat alles durch. Und nach all dem Wahnsinn zwischen Body mass Index und Fitness-Coach kommt Jürgen Bangert zu einem Schluss:
„Wenn meine Frau ein Unterwäsche-Foto von sich an die Kühlschranktür pappt, hilft das nicht beim Abnehmen. Es bewirkt nur zwei Dinge: Ich kriege beim poppen grundsätzlich Hunger. Und - da ich mir das Bild jedes Mal angucken muss wenn ich einen Schluck Milch trinke, werde jetzt immer rattenscharf wenn ich eine Kühe sehe… schönen Dank, Boris Kren!“ Der Fitness-Zampano lädt ein zu einem furiosen Abend, an dem Sie feststellen werden: Er ist nicht nur unfassbar schön, er ist auch unfassbar witzig. Dieses Programm hat zwar 0 Kalorien, dafür aber jede Menge Gags.
Jürgen selbst sieht das Programm als eine Art „Kassensturz mit Mitte 30“. Was ist aus den unumstößlichen Zielen und Vorsätzen geworden, die er mit Anfang 20 in Stein gemeisselt hatte? Gut, in seinem Fall wird es sich wohl eher um einen heissen Stein gehandelt haben, auf dem er seine Ziele in Form von Frikadellen gut durch gebraten hat. Dadurch ist wenigstens ein Vorsatz Wirklichkeit geworden,….der über seiner Gürtelschnalle. Ja, er hatte den Traum von einem coolen Leben. Die weite Welt entdecken und das ganze natürlich auf einer Harley. Nun, aus der Harley ist am Ende eine 125er Honda Shadow geworden, mit der er sich am Sonntagvormittag an der „Bikers-Farm“ ganz unauffällig unter die echten Rocker mischt. Ja, für ihn heißt es Krakauer statt Kaviar und bevor er einmal zu AC/DC kommt, kommt der ADAC dreimal zu ihm,...scheiß Moppet. Die einzige „heisse Maschine“ die er sein eigen nennt ist ein Kaffee-Vollautomat, mit dem er wenigstens seinen kauzigen Nachbarn Günther unter den Tisch brühen kann. Und während andere Männer am Samstag wie selbstverständlich zum Fussball gehen, blamiert sich Jürgen in der Hundeschule. Ja, sein liebes Frauchen hat ihm mit Mitte 30 auch noch ein Hundewelpen angeschleppt,...toll! Das Leben mit Mitte 30 heißt für ihn - "Willkommen im Mittelmaß". Trotz allem lässt er sich nicht unterkriegen und schlägt auf seine Art zurück. An diesem Punkt kann er sich nämlich voll und ganz auf sein Alter-Ego Elvis Eifel verlassen. Nur mit dem Telefon bewaffnet, rächt er sich für so manche Fußangel, die ihm seine Mitmenschen gelegt haben.
Spaß und Schadenfreude sind bei Jürgen Bangert eben auch "All inclusive